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Eugen von Boch und die Archäologie im 19. Jahrhundert

Ab dem 16. April beleuchtet die Stiftung Saarländischer Kulturbesitz im Museum für Vor- und Frühgeschichte erstmals überhaupt ein wichtiges Kapitel der Geschichte der Archäologie: die einzigartige Leistung von Eugen von Boch (1809-1898) als Sammler und Forscher.

Eugen von Boch, Steingutfabrikant zu Mettlach, war – abgesehen von seinen unternehmerischen und sozialen Leistungen – auch auf dem Feld der Altertumswissenschaften tätig. Neben seinem Anspruch, eine keramische Universalsammlung aller Epochen und Regionen zu schaffen, machte seine Leidenschaft für die Antike ihn zu einem Pionier der Archäologie in Deutschland.

Die Ausgrabung der keltischen Fürstengräber von Weiskirchen, die Restaurierung des römischen Gladiatorenmosaiks von Nennig und die Erhaltung des Alten Turmes im Abteipark Mettlach zählen zu den Glanzlichtern seiner umfangreichen Aktivitäten. Doch das archäologische Interesse motivierte nicht nur zum Sammeln, Suchen und Bewahren, es inspirierte von Boch auch zu künstlerischer Betätigung und zeigte sich in der industriellen Produktion seines Unternehmens. Griechische Prunkvasen, keltischer Goldschmuck, etruskische Schnabelkannen, römische Bronzestatuetten und mittelalterliche Steinskulpturen – nicht nur „vergessene“ Meisterwerke aus Eugen von Bochs privater Antikensammlung und Leihgaben aus den Museen in Berlin, Bonn, Luxemburg und Trier sind in der Ausstellung zu sehen, sondern auch  – zum ersten Mal überhaupt in Deutschland – der „Zeus von Otricoli“, eine kolossale Marmorbüste aus den Vatikanischen Museen.

Die Ausstellung ist bis zum 11. September im Museum für Vor- und Frühgeschichte am Saarbrücker Schlossplatz zu sehen. Geöffnet ist sie Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr, Mittwoch von 10 bis 22 Uhr.

Information

Museum für Vor- und Frühgeschichte
Schlossplatz 16
66119 Saarbrücken
Tel.: 0681/9964-234
info@vorgeschichte.de
www.vorgeschichte.de

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