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Der männliche Körper in der feministischen Kunst

Sexualität als zentrales Thema in der Kunst war bis in die 1970er­-Jahre vornehmlich vom männlichen Blick auf den weiblichen Körper beherrscht. Auch feministische Künstlerinnen konzentrierten sich zunächst auf den eigenen Körper, während der (hetero-)erotische Blick auf den Mann bis heute eine Ausnahme darstellt. Wenn feministische Künstlerinnen ihren begehrlichen Blick auf den männlichen Körper werfen, brechen sie damit gleich mehrere Tabus und kehren die Machtverhältnisse um, die dem traditionellen Bilderkanon eingeschrieben sind. Mit ihren Darstellungen erotischer Männerkörper erheben sie Anspruch auf sexuelle Selbstbestimmung und künstlerische Autorität. Gleichzeitig stellen sie klassische Rollenzuschreibungen in Frage und eröffnen den Diskurs für neue Möglichkeiten sexueller Identität.

Die Stadtgalerie Saarbrücken zeigt bis 30. September Werke von insgesamt 18 Künstlerinnen. Darunter befinden sich nicht nur Werke der ersten Feministinnen-Generation, sondern auch von jüngeren Künstlerinnen, die den begehrenswerten männlichen Körper für sich oder in der Begegnung mit dem eigenen Körper in Szene setzen. Der Mann ist Objekt des Begehrens und zugleich agierendes Subjekt. Es sind Männerbilder, die sich formal nicht notwendigerweise von homoerotischen Darstellungen unterscheiden, und doch ist die Frau als künstlerisches Subjekt in ihnen stets präsent.

Die Stadtgalerie ist Dienstag bis Freitag von 12.00 bis 18.00 Uhr, Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 11.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Information

Stadtgalerie Saarbrücken
St. Johanner Markt 24
66111 Saarbrücken
Tel.: 06 81 / 905 18 42
www.statdtgalerie.de

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