Industriegeschichte wandernd erleben
Im März startet in Neukirchen die Hüttenweg-Saison 2010. Zweimal im Monat finden auf dem Alten Hüttenareal und entlang der industriegeschichtlichen Kulturdenkmäler in der Stadt geführte Wanderungen statt. Die Besucher können unter fachkundiger Leitung eines Gästeführers die Industriegeschichte der Stadt erwandern und hautnah kennenlernen. Treffpunkt ist am 1. Sonntag des Monats um 10.00 Uhr, am 3. Sonntag des Monats um 15.00 Uhr die Stummsche Reithalle, die gleichzeitig die erste Station des Weges ist. Erbaut wurde sie in den Jahren 1858/59 als Reitbahn für die Kinder des Großindustriellen Carl-Friedrich Stumm, der die Stadt bis heute prägt. Die markante Architektur des achteckigen Hauses vermittelt einen Einblick in den Lebensstil der Industriellenfamilie. Die Reithalle, die zum Ensemble des ehemals unmittelbar neben den Industrieanlagen gelegenen Herrenhauses gehörte, wurde nach 1880 als Wagenschuppen, dann als Feuerwehrhaus und zuletzt ab 1985 als Lehrlingswerkstatt genutzt. Nach der liebevollen Restaurierung finden heute hier vielfältige kulturelle Veranstaltungen statt.

Dies alles und noch viele andere Fakten über die Relikte aus der Zeit des Eisenwerkes erfährt man bei den Hüttenwegsführungen, die auch eine Filmpräsentation, eine Hochofenbesteigung und die Besichtigung des Spitzbunkers beinhalten.
Die Führung dauert rund 2,5 Stunden und kostet 3 Euro für Erwachsene, Jugendliche ab 14 Jahren zahlen 2 Euro, Kinder sind frei. Für individuelle Besichtigungen und Gruppenbesuche (bis 30 Personen) können für 45 Euro eigene Termine gebucht werden. Aber selbstverständlich kann man sich auch alleine auf den Weg machen und den Hüttenweg erkunden. Die Broschüre zum Hüttenweg ist bei der Stadt Neunkirchen erhältlich.
Information
Stadt Neunkirchen
Stadtmarketing
66538 Neunkirchen
Tel.: 0 68 21 / 202 122
www.neunkirchen.de







