„Glas auf den Tisch“
Glas- & Heimatmuseum Warndt
Als erstes Museum im Saarland beschäftigt sich das Glas- & Heimatmuseum Warndt in Ludweiler mit den Glashütten der Saarregion. Bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts spielte die Glasindustrie neben Kohle und Stahl in unserer Region eine bedeutende Rolle. Allein im Warndt sind 23 Glashüttenstandorte nachgewiesen. Bereits im 17. Jahrhundert begannen Hugenotten in Ludweiler mit der Glasproduktion.
Geschichte der Glasherstellung
„Glas auf den Tisch“ zeigt in zwölf Inszenierungen Tische verschiedener Art und Funktion vom Stammtisch bis zum Wickeltisch, mit Liebe zum Detail dekoriert. Das Schaudepot in der Mansarde zeigt die Erzeugnisse der Fenner Glashütte, der Kristallerie Wadgassen und verschiedener lothringischer Hütten wie Meisenthal und Valérysthal.
Erschwingliche Pracht für Jedermann
Durch die Industrialisierung am Beginn des 19. Jahrhunderts fand eine Konzentration der Glashütten statt. Übrig blieben die Kristallerie in Wadgassen und die Glashütte in Fenne. Beide spezialisierten sich auf die Produktion von Gebrauchsglas. Pressglas hieß das Zauberwort. Denn durch diese vergleichsweise billige Herstellungsmethode konnten sich auch weniger wohlhabende Menschen die gläserne Pracht ins Haus holen. Es sind wahre Schätze, die es hier zu entdecken gilt: Schönste Schatullen, aufwändige Gebäckteller, edle Flakons. Alles ist prächtig verziert mit Gravuren und fein geschliffen – Gebrauchsglas für Jedermann. Geöffnet ist das Museum täglich außer montags von 14 bis 16 Uhr.







