„Staatsgeschenke. 60 Jahre Deutschland“
| 20. Juni 2009 | bis | 18. April 2010 |
Neueröffnung Gebläsehalle mit „History-Projekt”
Anlässlich des 60jährigen Bestehens der Bundesrepublik Deutschland schlägt das Weltkulturerbe Völklinger Hütte ein ganz besonderes Kapitel deutscher Geschichte und Diplomatie auf: Rund 150 erlesene Staatsgeschenke von Regierungschefs und Staatsrepräsentanten der Länder dieser Erde werden ab 20. Juni in der umfassend sanierten Gebläsehalle des Weltkulturerbes Völklinger Hütte erstmals einer breiten Öffentlichkeit gezeigt.
Ausgefallene Kostbarkeiten
Schon seit dem Jahr 800 sind Tiere beliebt als diplomatisches Geschenk: Zum Beispiel ein lebender Elefant für Karl den Großen, für Kaiser Friedrich II oder für Papst Leo X. im Jahr 1514 der bekannte indische Elefant Hanno. Zu den Glanzstücken der History-Ausstellung gehört ein prachtvolles goldenes Kamel mit Jockey in einer kunstvollen Schatulle. Bezogen mit grün genarbtem Straußenleder und ausgekleidet mit feinstem sandgelbem Wildleder mit goldenen Beschlägen. Bundespräsident Horst Köhler erhielt dieses Staatsgeschenk 2006 vom Königreich Saudi-Arabien vom König und Premierminister Abdullah Al Saud.
Kostbar, skurril manchmal, von höchster kultureller Dimension sind diese Geschenke - Symbole einer Staatsdiplomatie, die unsere gemeinsame Geschichte ganz besonders beleuchten. Schenkende in neuerer Zeit sind zum Beispiel Königin Elisabeth II., Nelson Mandela, Papst Benedikt XVI., der 44. Präsident der USA, Barack Obama, aber auch arabische Scheichs, afrikanische und asiatische Staatschefs oder PLO-Führer Yasser Arafat. Von Barack Obama stammt einer der jüngsten Zugänge bei den aktuellen Staatsgeschenken für Bundeskanzlerin Angela Merkel: Eine Silberschale von Barack Obama überreicht bei dessen Berlin-Besuch am 24. Juli 2008.
150 Exponate aus der Sammlung des Bundespräsidenten, der Bundeskanzlerin sowie aus dem Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und dem Besitz von Stiftungen der Alt-Bundespräsidenten und Alt- Bundeskanzler verdeutlichen die Verflechtungen mit den Ländern der Erde.







