Kostbarkeiten für Weinfreunde
Zwei völlig unterschiedliche Weinlandschaften liegen im Dreiländereck dicht beieinander. Hier gedeihen Weine mit ganz besonderem Charakter. Weinkenner wissen die hervorragenden Mosel- und Saarweine zu schätzen. Der Muschelkalkboden und das günstige Mikroklima verleihen ihnen ihre Würze, fruchtige Säure und Eleganz. Glänzen die saarländischen Weinberge zwischen Perl und Nennig durch beeindruckende Vielfalt, so werden im Saartal zwischen Serrig und Konz jährlich einige der berühmtesten Rieslinge der Welt kreiert.
Seit Jahrzehnten kommen einige der teuersten Weine der Welt von der Saar. Außerdem hat das Saartal als Quelle vorzüglicher Sekte einen herausragenden Ruf. Die Saarweine erhielten in den vergangenen Jahren auf regionaler und bundesweiter Ebene eine Vielzahl von Auszeichnungen. Ein solch edler Tropfen krönt jedes Menü.
An der Saar wird schon seit 2000 Jahren Wein angebaut. Etwa bis 1800 befanden sich die meisten guten Weinlagen in kirchlichem Besitz. Anfang des 19. Jahrhunderts gingen viele Besitzungen in private Hände über. Aber auch heute noch bewirtschaften kirchliche Weingüter, etwa die bischöflichen Weingüter der nahe gelegenen Stadt Trier, einige bekannte Weinlagen an der Saar.
Saarwein oder Moselwein?
Saarwein kommt nicht – wie man vermuten könnte – aus dem Saarland. Der Saarwein wird am Unterlauf der Saar angebaut, der eigentlich zu Rheinland-Pfalz gehört. Der im einzigen Weinanbaugebiet des Saarlandes erzeugte Wein ist dagegen ein Moselwein, denn er wächst an der Obermosel auf dem Gebiet der Gemeinde Perl.
Ganze 27 Kilometer legt die Saar in Rheinland-Pfalz zurück. Diese wenigen Flusskilometer zwischen der saarländischen Grenze und ihrer Mündung in die Mosel sind die abwechslungsreichsten ihres gesamten Laufes. Schroffe Felswände und steile Weinberge prägen die Landschaft. Die Saarweine sind überwiegend Rieslingweine, die oft an Steilhängen mit bis zu 55 Grad Neigung angebaut werden.
Die außergewöhnlichen Klimaverhältnisse und vor allem der blaue Devon- Schiefer, auf dem die Reben wachsen, verleihen dem Saarwein seine unverwechselbare Eigenart. Das vergleichsweise kühle Klima verzögert den Reifeprozess, sodass die Rieslingrebe ihren vollen Reifegrad noch bis in den Monat November hinein erreichen kann. So gehören diese Weine zu den qualitativ bedeutendsten Weißweinen Deutschlands.







