14. Juni 2010
Einer der spannendsten Orte der Welt
Weltkulturerbe Völklinger Hütte fasziniert mit Paradies und Ausstellungen
Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte verkörpert viele Superlative: gigantisch große Maschinen, eine nie zuvor gesehene Welt aus Eisen und Stahl, Meilensteine der Hochtechnologie des 19. und 20. Jahrhunderts auf engstem Raum und Symbol des modernen Europas.

Seit mehr als 10 Jahren zieht die ehemalige Hütte mit ihrer imposanten Geschichte und Form, beeindruckenden Ausstellungen und Events die Menschen in den Bann. Das Paradies lädt die Besucher ein, einem einzigartigen Dialog zwischen Natur und Industriekultur beizuwohnen. Die Natur erobert sich stillgesetzte industrielle Orte zurück, sie verwandelt und definiert sie neu.
Einzigartiger Dialog von Industriekultur und Natur
Mit Hilfe der Landschaftsarchitektin Catherine Gräfin Bernadotte von der Insel Mainau wurde ein fast 25 Jahre unbetretenes Areal der Hütte zwischen Kokerei und Saar als malerischer Garten angelegt, der weltweit seinesgleichen sucht. Auf insgesamt 33.000 qm entstand ein einmaliger Landschaftgarten, der auf 1.000 Metern neu angelegten Wegen und Plätzen völlig neue und aufregende Blickachsen auf und in das Weltkulturerbe Völklinger Hütte schafft.
Die 12 thematischen Gartenräume vermitteln unterschiedliche Erfahrungen mit der Natur und ihrem Dialog mit der Industriekultur. Die Ausblicke auf die Hochöfen der Hütte, auf die Saar und die ehemaligen Koksbatterien sind Bezugsachsen der Orientierung. Die abwechslungsreichen Gartenräume lösen Empfindungen aus, die von höchster Ruhe bis zu lebhafter Energie reichen. Der Lauf des Jahres taucht das Paradies in bunte Farben und angenehme Gerüche.
Staatsgeschenke – 60 Jahre Deutschland
Bis 5. September ist im Weltkulturerbe in der Gebläsehalle die Ausstellung Staatsgeschenke – 60 Jahre Deutschland zu sehen. Anhand von Geschenken aus 75 Staaten zeichnet die Ausstellung die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland nach. Geschenke unter Staaten hatten schon immer eine große Bedeutung, sie haben sich im letzten halben Jahrhundert aber auch deutlich gewandelt. Wertvolles steht heute gleichrangig neben kulturell Herausragendem.
Bereits jetzt sollte man sich die nächste große Ausstellung in Völklingen vormerken. Ab 20. November 2010 zeigt das Weltkulturerbe eine große Ausstellung zu den Kelten. Die Kelten waren die ersten Europäer, die zur Weltmacht aufstiegen. Ihr riesiges Reich mit dem Kerngebiet im Saar-Lor-Lux Raum reichte über Rheinland-Pfalz bis weit ins Pariser Becken. Ihre Spuren sind auch noch heute allgegenwärtig. Die Zeit vor 2500 Jahren wird in der Ausstellung „Die Kelten – Druiden. Fürsten. Krieger.“ lebendig.
Information
Weltkulturerbe Völklinger Hütte
Tel.: 068 98 / 9 100 100
www.voelklinger-huette.org





Auf der Kulturbühne an der Musikhochschule ist neben Weltmusik aus Ungarn u.a. die norwegische Sängerin Randi Tytingvag mit ihrer unverwechselbaren Mischung aus Klassik, Rock, Elektronik und Folk zu erleben. Aus dem Konzertsaal der Musikhochschule überträgt SR 2 KulturRadio live die Sendung „Fragen an den Autor“. Daneben gibt es Skurriles und kluge Gedanken, vorgetragen mit Berliner Lässigkeit von Andreas „Spider“ Krenzke sowie Literatur und Kabarett mit Barbara Dunkel, Wolf Giloi und ODY alias Gregor Köhne. Im Staatstheater spielt um 12.00 Uhr die Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern ein Familienkonzert unter dem Motto „Zaubermärchen“.


Thomas Pigor ist einer der renommiertesten Interpreten im Bereich des Kabarett und des Chansons – doch daneben gilt seine Leidenschaft dem Jazz und dem Musical. So entstand in Zusammenarbeit mit dem Komponisten Konrad Koselleck ein mitreißendes Jazz-Musical für Schauspieler im Big Band Sound der 40er Jahre. Regie führen Thomas Pigor und seine Schwester Gertrud Pigor, die bereits den Publikumsrenner „Erhöhte Temperatur“ in der Alten Feuerwache in Szene gesetzt haben. Die Big Band „Brassolution“ spielt unter der Leitung von Achim Schneider. Mit freundlicher Unterstützung der Spielbank Saarbrücken.








